
Im Einsatz sieht es so aus: Die Form wird ungleichmäßig erhitzt – und das Glas muss die Folgen tragen. Die Kompression an den Rändern nimmt ab, es entstehen optische Verzerrungen. Zudem zeigen sich thermische Spannungen nicht immer sofort – erst Stunden später, wenn die fehlerhaften Produkte anfallen. Konvektionsheizer kämpfen ständig mit Luftströmungen und haben daher Nachteile.
Infrarotstrahler für Glasformen beseitigen diese Probleme. Sie strahlen direkt auf die Oberfläche der Form ab, passen sich deren Emissivität an und liefern die Wärme genau dort, wo sie benötigt wird – ohne Komplikationen.
Was technisch wichtig ist:
Wir verwenden Kurzwellenquarzin-Infrarotelemente, damit eine schnelle Reaktion sowie eine präzise Steuerung möglich sind. Die Wellenlänge ist so gewählt, dass die Strahlung effizient in das Stahlmaterial sowie die Keramik der Form eindringt – und nicht nur in die umgebende Luft. Eine geeignete Reflektorgeometrie sorgt dafür, dass das Strahlungsmuster über die gesamte Oberfläche der Form konstant bleibt. In der Praxis bleibt das thermische Feld dabei innerhalb von etwa ±2%.
Die Leistungsintensität wird entsprechend der Pressen- und Prozessbedingungen festgelegt. Übliche Module liefern 2–6 kW pro Zone, bei einer Spannung von 230/400 V. Ihre kompakten Abmessungen passen zu den Standardformträgern. Zudem werden die Geräte so konstruiert, dass sie auf dem Boden montiert werden können – mit keramischen Isolatoren, Edelstahlterminals sowie einem Verschluss, der vor Schmutz und Feuchtigkeit schützt.
Warum das funktioniert:
Eine gleichmäßige Erwärmung ist kein „Nice-to-have“ – sie ist vielmehr entscheidend für eine stabile Qualität des Glases. Wenn die Oberfläche der Form gleichmäßig erwärmt wird, kann das Glas unter konstanten Bedingungen geformt werden. Dadurch bleibt die optische Qualität erhalten und das Risiko von thermischen Schocks sinkt.
Die Reaktionszeit ist schnell genug für kurze Bearbeitungszyklen – und die Steuerung bleibt präzise. Dadurch kann man denselben Temperaturverlauf von Schicht zu Schicht beibehalten. Der Energieverbrauch sinkt, da die Wärme direkt zum Ziel gelangt – und nicht in die Luft des Arbeitsraums. Viele Geräte arbeiten mehr als 5.000 Stunden lang mit minimalem Leistungsverlust – was bedeutet, dass weniger Wartungsarbeiten und Stillstände nötig sind.
Was man beachten sollte:
Die Leistungsfähigkeit von Infrarotstrahlern hängt von der Sichtlinie sowie vom Zustand der Oberfläche ab. Öle, Ablagerungen oder starke Oxidationen können die Absorption der Wärme beeinträchtigen – daher sollten die Formoberflächen sauber und einheitlich gehalten werden.
Auch die Montagegenauigkeit ist wichtig. Lücken können dazu führen, dass bestimmte Bereiche stärker erhitzt werden. Planen Sie die Installation so, dass die ursprüngliche Formstruktur erhalten bleibt. Falls die Abmessungen anders sind als bei den herkömmlichen Heizgeräten, reicht oft bereits ein einfacher Halter aus. Es dauert etwas Zeit, bis die Geräte eine stabile Leistung liefern – daher sollte man sie mit einem Controller kombinieren, der mit dem plötzlichen Stromanstieg umgehen kann und eine stabile Proportionalsteuerung ermöglicht.