
Die richtige Wärmestärke einstellen: Warum die individuelle Leistungsdichte bei der Glasformung wichtig ist
Die meisten Heizlampen sind ziemlich einfach konstruiert – es gibt eine festgelegte Leistung sowie eine feste Länge. Doch wenn man in der Forschung und Entwicklung von Glas beschäftigt ist, reicht das „Einfache“ einfach nicht aus.
Wenn man mit neuen Glasverbindungen experimentiert, geht es darum, wie die Wärme tatsächlich auf die Oberfläche des Glases wirkt. Wenn die Leistungsdichte nicht richtig eingestellt ist, wird das Probenstück nicht geformt – es wird vielmehr durch thermischen Schock zerbrechen. Das ist eine frustrierende Art, einen Tag zu verschwenden.
Das Design des Wärmeprofils
Wir schauen uns nicht nur die Größe der Lampe an – wir passen auch die Leistung pro Zentimeter entlang der gesamten Länge an. Indem wir die Art und Weise verändern, wie der Glühfaden gewickelt ist und wie die Spannung durch den Tubus fließt, können wir „heiße Zonen“ sowie „Pufferzonen“ schaffen. Das ist ein großer Vorteil: Man kann den Mittelpunkt eines Glasprobenstücks mit 20 W/cm beheizen, während die Enden nur mit 5 W/cm beheizt werden. Kein Überhitzen der Ränder mehr.
Die technische Seite
Um das zu erreichen, verwenden wir hochreinen Quarz sowie bestimmte Beschichtungen, um das Emissionsspektrum zu beeinflussen. Wir nutzen kurzwelliges Infrarotlicht – dadurch dringt die Wärme tiefer in das Glas ein. Dadurch kann man den Arbeitspunkt viel schneller erreichen.
Achtung: Wenn man so viel Leistung in einen kleinen Raum leitet, entsteht viel Wärme. Man kann zwar Standardindustriekontakte verwenden, aber man muss sicherstellen, dass die Kühlventilatoren oder Wasserjacken die erforderliche Leistung bewältigen können. Andernfalls werden die Steuerelektroniken beschädigt.
Mehr Freiheit zum Experimentieren
Der größte Vorteil von individuellen Leistungsprofilen ist die Freiheit, die sie bieten. Normalerweise muss man bei einem Kältepunkt das ganze Formwerk neu entwerfen – das ist ein Albtraum. Mit diesen Lampen kann man einfach nur die Wärmeverteilung anpassen. Dadurch wird der Heizelement zu einer variable, die man kontrollieren kann.
Wir liefern Ihnen die Rohdaten zu den Ausgangskurven, damit Sie die Wärme direkt mit der Viskosität Ihres Materials in Beziehung setzen können. So entfällt das Raten. Anstatt endlose Versuche mit neuen Formeln durchzuführen, kann man alles genau einstellen.